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SPD: Modellversuch Fahrradstraßen löst nicht die
Probleme des Radverkehrs in Frechen

In der nördlichen Innenstadt, zwischen Dr.-Tusch-Straße und Hüchelner Straße will die Stadt Frechen ab
Frühjahr 2023 bis Oktober 2024 probeweise Fahrradstraßen ausweisen. Diesen Beschluss fasste der
Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Klima in seiner letzten Sitzung mit Stimmen von CDU, Grünen, FDP
und Linken. SPD und Perspektive stimmten gegen den Modellversuch.

Im Vorfeld gab es heftige Diskussionen über den Sinn und Zweck der Fahrradstraßen und der Änderung der
Verkehrsführung in diesem Bereich der Innenstadt. Insbesondere die Anwohnerschaft der direkt betroffenen
Straßen konnte von der Sinnhaftigkeit der Fahrradstraßen vor ihrer Haustüre nicht wirklich überzeugt
werden. Während der Bürgerversammlung im Stadtsaal gab es massive Kritik an den Plänen der Stadt und
dem damit verbundenen neuen System von Einbahnstraßen in diesem Quartier.

„Alle Fraktionen stimmen zu, dass für den Fahrradverkehr deutlich mehr getan werden muss, aber seit 1999,
seitdem die CDU stärkste Fraktion ist, wurde nur wenig umgesetzt. Wir sind nicht gegen Fahrradstraßen,
wenn diese Teil eines Wegenetzes sind. Wir vermissen aber in Frechen eine solche Gesamtbetrachtung des
Fahrradverkehrs und eine entsprechende Suche nach Lösungen. Deshalb hatte die SPD-Fraktion beantragt
zunächst eine Radverkehrszählung vorzunehmen. Von der Koalition wurde das abgelehnt“, sagt SPDFraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger.

Der Modellversuch Fahrradstraßen, der nach Auffassung der Verwaltung eine Bedeutung über das Quartier
hinaus haben soll, ist für die SPD-Fraktion eher eine isolierte Fahrradinsel. Ein in sich geschlossener Bereich,
der keinerlei Netzcharakter aufweist. Ferner wurde für die Radfahrenden das Ein- und Ausfahren an der Dr.-
Tusch-Straße und an der Hüchelner Straße/Sankt Audomar, nicht geregelt.

Durchgehende Verbindungen fehlen

 

Die SPD-Fraktion hatte Anfang des Jahres den Antrag gestellt, die Zubringerachsen entsprechend zu
gestalten, damit durchgehende Radverbindungen durch die Stadt entstehen können. Auch das wurde mit
Stimmen von CDU und Grünen abgelehnt.

Im Nachgang zum Verkehrsentwicklungsplan von 2016 wurde ein Prioritätenkatalog an Maßnahmen
definiert, die zu einer Verbesserung für den Fahrradverkehr beitragen sollen. Einige wurden bereits
erfolgreich abgearbeitet, vieles wartet jedoch noch auf seine Umsetzung. So zum Beispiel der fußgängerund fahrradfreundliche Umbau der Dr.-Tusch-Straße, der längst überfällig ist.

„Notwendig ist auch eine deutliche Verbesserung der Fahrradstreifen, die an vielen Stellen noch sehr
lückenhaft sind. Eine farbliche Gestaltung der Angebotsstreifen vor allem in den Bereichen von Kreuzungen
und Ampelanlagen fehlt ebenfalls. Was die Kreisverkehre betrifft, so können nur wenige Kreisverkehre in
Frechen mit dem Rad sicher befahren werden. Diese Beispiele, machen deutlich, dass es noch viel zu tun
gibt, um aus Frechen eine fahrradfreundliche Stadt zu machen“, sagt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Jürgen
Weidemann.

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