
Die Kinderbetreuungssituation in Frechen ist und bleibt ein brisantes Thema. Nachdem der Antrag der SPD-Fraktion im Schulausschuss auf Aufstockung der Betreuungsplätze zum nächsten Schuljahr unverständlicherweise von der Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde, bangen nun die Eltern wieder aufs Neue, ob sich die diesjährige katastrophale Betreuungssituation 2010 wiederholen wird. 48 Prozent aller Eltern in Frechen nutzen bereits die 45-Stunden-Betreuung im Kindergarten – für die Mehrheitsfraktion dennoch kein Grund zum Handeln. Ebenfalls die fehlende Betreuung in der Ferienzeit bereitet den Christdemokraten in Frechen scheinbar keine Kopfschmerzen und die Eltern stehen wieder vor einem nur schwer lösbaren Problem. Auch dieser Antrag der SPD-Fraktion zur Ferienbetreuung an den Grundschulen wurde mehrheitlich abgelehnt.
„Wir hinken der Realität hinterher, anstatt Vorsorge zu treffen“, schimpft Doris Maute-Moosbrugger, SPD-Schulausschussmitglied. „Andere Städte im Umkreis machen uns ständig vor, wie es richtig geht. Frechens „Regierungspartei“ verschließt die Augen, weil sie die Notwendigkeit nicht wahrhaben will. Wenn wir weiterhin möchten, dass Frechen Zuzugsgebiet bleibt, müssen wir auf die Bedürfnisse der Familien mehr eingehen.“
Das Ziel der SPD-Fraktion ist es, allen Kindern bei Bedarf einen Betreuungsplatz bieten zu können, um die Chancengleichheit zu gewährleisten und die Lebenssituation der Familien zu sichern. Vor allem auch die Betreuung innerhalb der Ferien für mindestens drei Wochen muss nach Meinung der Sozialdemokraten sichergestellt werden.