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„Personalmarketing muss in der Stadtverwaltung eine strategische Bedeutung bekommen“

Die Fluktuation von Personal sowie die chronische Unterbesetzung in manchen Abteilungen der Stadtverwaltung Frechen ist seit geraumer Zeit ein signifikantes Problem. So bemängelten beispielsweise im Sportausschuss einige Ausschussmitglieder, dass etliche Projekte, wie z.B. Sportförderrichtlinien und Sportentwicklungsplanung seit vielen Monaten nicht bearbeitet werden können.

Die Verwaltung erklärte dazu, dass „aufgrund der erneut verschärften Personalsituation in der Sportverwaltung aktuell keine Personalkapazitäten für eine Bearbeitung vorhanden“ seien. Aber auch in weiteren Bereichen der Verwaltung fehlt es an Personal. Hinzu kommt, dass wiederholt neu eingestellte Bedienstete in der Verwaltung innerhalb kurzer Zeit die Behörde wieder verlassen haben.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion für die Ratssitzung im Dezember einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht.

„Die Aufgabe Personalmarketing und Personalbewirtschaftung muss unverzüglicheine strategische und prioritäre Bedeutung bekommen. Dies gebietet schon allein die Erkenntnislage aus dem Sonderprüfauftrag Asyl“, sagt der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzende des Sport- und Bäderausschusses Uwe Tietz.

Ausweislich des Berichts „Überörtliche Prüfung der Stadt Frechen im Jahr 2020“ (vgl. dort Kap. 3 „Hilfe zur Erziehung“, S. 83) bewertet die Gemeindeprüfungsanstalt ausdrücklich positiv den Einarbeitungsprozess neuer Fachkräfte im Bereich „Soziale Dienste“. Ein wie auch immer geartetes hausweites Einarbeitungskonzept (Onboarding) für neue Bedienstete scheint jedoch in der Stadtverwaltung bislang nicht zu existieren. Im Rechnungsprüfungsausschuss wurde mitgeteilt, dass sich demnächst eine Mitarbeiterin sich dieser Thematik, insbesondere dem „Onboarding“, annehmen soll.

Vor diesem Hintergrund stellen sich für die SPD-Fraktion viele Fragen, insbesondere zu folgenden Aspekten:

  • Besteht ein systematisches Wissensmanagement in der Stadtverwaltung? Wenn ja, wie sieht dieses aus? Wenn nein, wann wird die Einführung eines systematischen Wissensmanagements abgeschlossen sein?
  • Ungeachtet der angekündigten Verstärkung für den Bereich „Personalmarketing“ welche Maßnahmen werden bereits jetzt ergriffen, um die sog. „Bleibens Kultur“ in der Stadtverwaltung zu optimieren? Reicht die abgekündigte Besetzung der Stelle im Bereich „Personalmarketing“ Ihres Erachtens aus, um den anstehenden Herausforderungen im Wettbewerb um Fachkräfte im öffentlichen Dienst gerecht zu werden?
  • Wie hoch prozentual/nominal ist die Quote unbesetzter Stellen in der Stadtverwaltung? Welche Bereiche sind besonders betroffen und welche kurzfristigen Maßnahmen sind vorgesehen, um dem Personalmangel dort entgegenzuwirken?
  • Welche Maßnahmen werden (kurzfristig) ergriffen, um in den Bereichen mit ausgeprägter und anhaltender Arbeitsverdichtung Abhilfe zu schaffen?
  • Wie hoch ist die Ausfall- bzw. Krankheitsquote, insbesondere in Bereichen mit angesprochener Arbeitsverdichtung?
  • Welche Maßnahmen werden für ein behördeninternes Gesundheitsmanagement bereits ergriffen und welche sind ggf. zusätzlich geplant?
  • Wann ist mit der Vorlage von Konzepten für ein hausweites On- und Offboarding zu rechnen?

„Die SPD-Fraktion hat die Verwaltung um eine ausführliche Stellungnahme gebeten, da unseres Erachtens der hier angesprochene Themenkomplex für eine erfolgreiche Personalgewinnung von großer Bedeutung ist“, sagt Uwe Tietz.

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