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SPD: Ganzheitliche Lösungen für den Radverkehr in Frechen

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Das Verwaltungskonzept „Fahrradstraßen in der Innenstadt“ sieht die Umgestaltung ausgewählter Straßenbereiche in der Innenstadt zu Fahrradstraßen vor. Eine Gesamtbetrachtung hinsichtlich der Bedeutung dieses Vorhabens für das Radwegenetz gab es jedoch bisher nicht. Für die SPD-Fraktion stellt sich die Frage nach dem Bedarf der vorgeschlagenen Strecken in einem Gesamtsystem von Fahrradwegen in Frechen. Das vorgelegte Konzept der Verwaltung ist nach unserer Ansicht an vielen Stellen unzureichend und ohne tatsächliche Zielführung.

In der Vorlage Nr.: 933/17/2021 gab die Verwaltung in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses zur Kenntnis, dass zwischenzeitlich mit Beschluss des Bundesrates vom 25.06.2021 die VwV-StVO erneuert wurde. Somit hätten sich im Laufe der Konzepterarbeitung neue Voraussetzungen für die Ausweisung von Fahrradstraßen ergeben. Aus den neuen Regelungen ergebe sich, dass Fahrradstraßen künftig nicht nur bei einer hohen oder zu erwartenden hohen Fahrradverkehrsdichte angeordnet werden können, sondern auch bei einer hohen Netzbedeutung und Erwartung.

„Aus dem von der Verwaltung vorgelegten Konzept kann diese geforderte Netzbedeutung bisher nicht abgeleitet werden“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger. Und weiter: „Da die Maßnahmen auf den engeren Innenstadtbereich begrenzt bleiben, sind die Vorteile für die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer nur sehr gering. Und wirklich fahrradfreundlicher wird Frechen dadurch auch nicht.“

Die SPD-Fraktion hält es für erforderlich, für die Probleme des Fahrradverkehrs in Frechen nach ganzheitlichen Lösungen zu suchen, die auch den geforderten Netzcharakter der geplanten Maßnahmen erkennen lassen und hat für die nächste Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Umwelt und Klima (VUA) den folgenden Antrag gestellt:

  1. Die Planung von Fahrradwegen durch die Innenstadt (Fahrradstraßen, Fahrradzonen, etc.) wird verknüpft mit der Gesamtplanung und Ertüchtigung der Zubringerachsen, die aus den einzelnen Stadtteilen in die Innenstadt führen.
  2. Durch die Gestaltung dieser Zubringerachsen als Hauptrouten durch die Innenstadt sollen durchgehende Verbindungen für den Radverkehr geschaffen werden, die in der Lage sind, auch einen wachsenden Anteil an Radverkehr aufzunehmen zu können und Teil eines weiterführenden, überörtlichen Netzes sind, einschließlich der dazugehörigen Beschilderung.
  3. Die Anbindung des zukünftigen Radschnellweges an eine dieser Hauptrouten ist dabei ebenfalls sicherzustellen. Hierzu soll zeitnah eine entsprechende Streckenführung zwischen Bahnhof Frechen mit Anschluss an die Innenstadt entwickelt werden.

„Eine kritische Überprüfung der geplanten Maßnahmen der Verwaltung halten wir auch deshalb für erforderlich, weil bereits die vorgeschlagene Einbahnstraßenregelung erhebliches Konfliktpotenzial in birgt. Sie trägt nicht zur Verkehrsminderung bei, sondern macht für die Anwohner umständliche Carré-Umfahrungen notwendig. Ähnliches gilt für die wegfallenden Parkplätze. Hier immer wieder auf den gut ausgelasteten Parkplatz an der Matthiasstraße zu verweisen, ist wenig hilfreich“, sagt Eilenberger.

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