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Ist der Radverkehr in Frechen sicherer geworden?

Genau das behauptet die CDU nämlich in ihrer jüngsten Pressemitteilung. Die CDU sagt, sie kümmere sich intensiv um die Verbesserung des Radverkehrs in Frechen. Bei näherer Betrachtung wird aber deutlich, dass sie auch bei diesem Thema mal wieder nur heiße Luft produziert.

Die CDU rühmt sich damit, sie habe durchgesetzt, dass nun an Gefahrenstellen und Knotenpunkten die Fahrradwege in roter Farbe markiert werden. Was sie verschweigt: Das war ein einstimmiger Beschluss im Verkehrsausschuss, dem zu diesem Tagesordnungspunkt mehrere Anträge vorlagen. Bereits im Dezember 2021 stellte die SPD-Fraktion den Antrag, alle Fahrradwege zukünftig farbig auszuführen, so wie das in vielen anderen Städten auch der Fall ist.

„Das jetzt lediglich die Knotenpunkte und Gefahrenstellen in roter Farbe ausgeführt werden sollen und nicht alle Radwege, war dann ein Kompromiss. Zuvor hatte die Verwaltung nämlich versucht, mit fadenscheinigen Begründungen die vorgeschlagenen Maßnahmen schlecht zu reden“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger.

Ferner sagt die CDU, sie setze sich für den Ausbau des Radwegenetzes ein. Tatsache ist aber, dass im Jahre 2020 der Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) für Frechen zu einem ernüchternden Ergebnis kam. Nur sechs von 110 getesteten deutschen Städten vergleichbarer Größe haben eine noch schlechtere Infrastruktur für den Radverkehr als Frechen. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert.

Eine systematische Ertüchtigung des Frechener Radwegenetzes hatte die SPD-Fraktion in einer der letzten Ausschusssitzungen beantragt, fand damit aber keine Mehrheit. Stattdessen favorisieren CDU und Grüne den Verwaltungsvorschlag zur Einrichtung von Fahrradstraßen nördlich der Fußgängerzone.

„Diese Maßnahme ist aber umstritten und in zweifacher Hinsicht problematisch: Für den Radverkehr bringt sie wegen ihrer räumlichen Begrenztheit und fehlender Einbindung in ein Gesamtnetz nur wenig an tatsächlichen Verbesserungen. Für die Anwohner werden dagegen wegen der neu geplanten Einbahnstraßenregelung umständliche Carré-Umfahrungen notwendig, um zu ihren Häusern zu gelangen. Wie es unter diesen Umständen mit der Akzeptanz der Maßnahme in der Bevölkerung aussieht, bleibt abzuwarten“, sagt Eilenberger.

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