Bäderpreise werden nur moderat angehoben
Die Eintrittspreise für die städtischen Bäder werden um durchschnittlich 7,5 Prozent steigen. Diesen Beschluss fasste der Betriebsausschuss für den Freizeit- und Bäderbetrieb und Sport (BaFuB) in seiner jüngsten Sitzung. Damit folgte der Ausschuss einstimmig einem Änderungsantrag der SPD-Fraktion. Die Verwaltung hatte eine lineare Erhöhung um 15 Prozent vorgeschlagen.
Die Entgelttarife für die Benutzung der Bäder und der Sauna der Stadt Frechen wurden zuletzt 2016 erhöht. Nach sieben Jahren wurde daher eine Preisanpassung erforderlich, die die Verwaltung im Schnitt mit 15 Prozent als notwendig erachtet hatte. Besonders die steigenden Personal- und Instandhaltungskosten, sowie die gestiegenen Energiekosten machten die Anpassung der Tarife erforderlich, argumentierte die Verwaltung.
Diese massive Erhöhung wollte die SPD-Fraktion und die meisten Ausschussmitglieder nicht mittragen. Daher hatte die SPD-Fraktion im Vorfeld bereits einen Kompromissvorschlag erarbeitet. Nach kurzer Sitzungsunterbrechung einigte sich der Ausschuss auf diesen Vorschlag, der dann in leicht modifizierter Form einstimmig dem Stadtrat zur Beschlussfassung empfohlen wurde.
So erhöht sich nach dem neuen Tarif der Preis für die Tageskarte im Fresh Open von derzeit 7,00 Euro auf 7,50 Euro (Verwaltungsvorschlag 8,00 Euro) und die 90 Minutenkarte von 4,40 auf Euro auf 4,70 (5,00 Euro). Die Familienkarte kostet jetzt 19,00 statt 18,00 Euro (Verwaltungsvorschlag 20,50).
Es gibt aber auch Bereiche, wo die Erhöhung deutlicher ausfällt, wie zum Beispiel das Nachlösen beim Überschreiten der Badezeit kostet jetzt 1,00 Euro pro angefangene halbe Stunde statt bisher 0,50 Euro. Der ermäßigte Sommertarif für die Sauna wird künftig komplett entfallen, weil hier bei etwa gleichen Energiekosten wie im Winter ein ermäßigter Tarif auch nicht begründbar ist.
„Wir haben mit unserem Antrag versucht, die notwendigen Preisanpassungen so gut es geht sozial abzufedern. Wenn wir die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung erhöhen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass die Preise in unseren städtischen Bädern für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt bezahlbar bleiben“, sagt die SPD-Stadtverordnete und Mitglied im Bäderausschuss Susanne Neustadt.
Sanierung des Terrassenfreibades transparent machen
Außerdem hatte die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, den Verlauf der Sanierung des Freibades auf den Internetseiten des Freizeit- und Bäderbetriebs kontinuierlich zu dokumentieren, um die interessierte Bürgerschaft auf dem Laufenden zu halten und im Netz kursierende Fakenews zu entkräften.
Der Freizeit und Bäderbetrieb wird daher eine Sonderseite für die Fortschritte der Freibadsanierung auf ihrer Webseite einrichten. Auf dieser Seite werden dann Bilder und Informationen zum aktuellen Sachstand der Freibadsanierung abrufbar sein. Eine Aktualisierung soll ca. einmal pro Monat erfolgen. Bereits im Dezember soll mit der Dokumentation der Sanierungsarbeiten begonnen werden.
Der Vorsitzende des Bäderausschuss Uwe Tietz (SPD) begrüßt das schnelle Handeln der Verwaltung: „Etwa 11,7 Mio. Euro wird die Sanierung kosten. Wo viel Steuergeld ausgegeben wird, ist Transparenz dringend geboten! Mit der Einrichtung der Sonderseite kann sich nun jedermann über den Verlauf der Freibadsanierung schnell informieren.“